Unser Konzept: Salutogenese! Dr. med. Schamim Schahab im Interview.

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Die RKM 740 Interdisziplinäre Facharztklinik geht neue Wege. Als Facharztklinik der Zukunft setzt sie voll auf Salutogenese – die ganzheitliche Betreuung des Patienten. Was bedeutet das konkret? Und wie profitieren Patienten? Dazu hat Dr. med. Schamim Schahab, Leiterin der Facharztpraxis für Kardiologie, Angiologie und Hämostaseologie, im Interview Stellung bezogen.

In welchen Punkten unterscheidet sich die RKM 740 Interdisziplinäre Facharztklinik von den bereits etablierten Angeboten in Düsseldorf?

„Maßgeblich natürlich in unserem konzeptionellen Ansatz. Wir verfolgen das Konzept der Salutogenese, der ganzheitlichen Betreuung des Patienten. Die Salutogenese geht davon aus, dass beim Erhalt der Gesundheit viele Faktoren entscheidend sind, dass es dynamische Wechselwirkungen gibt. Genau dieses Konzept können wir mit unserer Facharztklinik perfekt abdecken, denn wir haben hier viele exzellent ausgebildete operative und konservative Fachärztinnen und Fachärzte unter einem Dach. Grundsätzlich ist jede Praxis unabhängig, aber wir stehen in einem engen, fachlichen Austausch. Natürlich können wir Gesundheit wiederherstellen. Viel lieber ist es uns jedoch, Gesundheit langfristig zu erhalten. Das tun wir nicht nur auf medizinischem Topniveau, sondern auch in einem sehr hochwertigen Ambiente und im Gegensatz zu anderen Privatkliniken sind wir komplett inhabergeführt.“

Der Fokus liegt also auf Gesunderhaltung. Operationen soll es nur dann geben, wenn sie wirklich unvermeidlich sind. Wie setzen Sie dieses Konzept in der Praxis um?

„Das kann ich anhand meiner Facharztpraxis für Kardiologie, Angiologie und Hämostaseologie beantworten. Hier behandele ich rein konservativ und treffe alle Entscheidungen im Sinne des Patienten. Dafür nutze ich modernste Medizintechnik. Um zu klären, ob eine Herzkatheter-Untersuchung wirklich nötig ist, steht für mich an erster Stelle ein Herzultraschall unter Belastung oder eventuell sogar ein Stress-MRT. Das Gleiche gilt auch für einen Kathetereingriff an den Beinarterien, auch hier bringen ein Ultraschall sowie eine MR-Angio-Untersuchung im Vorfeld Klarheit. Auch vor Venen-Operationen können wir mit präzisen Messungen vorab klar sagen, ob dieser Eingriff überhaupt nötig ist.  Wir setzen in unserer Klinik auf die Gesunderhaltung, bieten daher auch umfassende Präventionsangebote an: Wir wollen Vorstufen entdecken und Risiken erkennen, so dass ein Eingriff vermieden werden kann.“

Wie sieht die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Facharztpraxen im Alltag aus? Wie profitiert der Patient?

„Die Patienten profitieren vor allem von den sehr kurzen Wegen, vom sehr schnellen Austausch unter den einzelnen Facharztpraxen. Auch wenn jede Praxis unabhängig ist, so arbeiten wir eng verzahnt, es gibt keinen Informationsverlust. Und natürlich: Auch Termine koordinieren wir untereinander. Wenn ein Patient zu einem Kollegen überwiesen wird und es sollte schnell gehen mit dem Termin, dann machen wir das möglich.“

Bis auf die Facharztpraxis für Zahnheilkunde, die auch eine Kassenzulassung haben wird, handelt es sich erst einmal um Privatpraxen. Wie gehen Sie mit Anfragen von Kassenpatienten um?

„Grundsätzlich sind natürlich auch Kassenpatienten als Selbstzahler willkommen. Vor jeder Behandlung gibt es einen Kostenvoranschlag und damit auch keine negativen Überraschungen. Dazu bieten einige unserer Praxen auch Leistungen bzw. Behandlungen an, die ganz oder teilweise von der Krankenkasse übernommen werden. Im Zweifel gilt: Einfach fragen.“

Das Ambiente der Klinik ist hochwertig und gleichzeitig sehr familiär. Aus Ihrer Erfahrung: Wie wichtig ist das Umfeld für den langfristigen Erfolg?

„Es ist enorm wichtig. Wenn sich Mitarbeiter und auch Patienten wohlfühlen, dann entsteht eine positive Atmosphäre, die sogar Genesungsprozesse beschleunigen kann. Das ist wissenschaftlich bewiesen, zum Beispiel bei der Wundheilung nach Operationen. Und auch auf den Blutdruck und den Herzschlag, meine Fachbereiche, hat es einen positiven Einfluss. Wer sich wohlfühlt, der kommt auch einfach gerne wieder, nimmt Kontrolltermine und Präventionsangebote wahr. So kann ein ansprechendes Umfeld auch Erkrankungen und Komplikationen vorbeugen.“

Die Klinik ist mit neun Facharztpraxen gestartet. Welche Angebote werden in den kommenden Wochen und Monaten noch dazukommen?

„Die Radiologie zieht in diesen Tagen ein, auch eine Praxis für Physiotherapie folgt zeitnah. Dazu sollen noch weitere operative und nicht-operative Fachdisziplinen kommen, wie zum Beispiel eine Gynäkologie oder auch eine Pneumologie. Im Präventationsbereich arbeiten wir an Konzepten zur Bildung von Sportgruppen mit ärztlicher Begleitung speziell für Herz- und Gefäßpatienten. Wir sind gerade erst gestartet, es ist einfach ein großartiges Projekt, mit dem wir für die Patienten in der Region Düsseldorf viel bewegen können.“